
HIT THE ROAD, hieß es für uns am 29. Oktober 2009. Wir starteten unser Trip Richtung Süden. Quer durch den Royal National Park (NP), führte unser Weg direkt nach Wollongong.
Die ersten Sonnenstrahlen seit Tagen, veranlassten uns dort einige Zeit, am Strand, zu campen. Gerade eingeschlafen vom tosenden Lärm der Motoren der möchtegern Autofahrer am dortigen Boulevard, wurden wir schon ziemlich früh von einem freundlichen Straßenarbeiter geweckt. Denn ausgerechnet an diesem Freitag wurden exakt an unserem Parkplatz Straßenarbeiten durchgeführt. Also hieß es für uns um 7 Uhr in der Früh: Umparken!
Halb verschlafen und im Schlafanzug, setzte Peter den Rückwärtsgang und wir fuhren ein Häuschen weiter. An Weiterschlafen war nun nicht mehr zu denken. So nutzten wir die Zeit und begaben uns schon früh an den Strand, wo Peter seine Vorliebe fürs Bodysurfen entdeckte. Doch wir wären ja keine richtigen Backpacker, wenn wir gleich am nächst besten Strand verweilen würden; also zogen wir am 31. Oktober weiter.
Über Windong und Kiama gelangten wir zu den Fitzroy Falls in Kangeroo Valley. Dort angekommen schlugen wir uns todesmutig durch den wilden Dschungel um zu den besagten Wasserfällen zu gelangen. Vorbei an Wombats, "Wöörlörl…"birds und anderen Dschungelbewohnern kämpften wir uns den Weg durch tiefen Dickicht. Und da war es! Die 180.000 m tiefe Schlucht. Na gut, nicht ganz. Zu unserer Linken plätscherte der riesige Wasserfall. Das war dann auch schon alles, denn die weiße Nebelwand versperrte uns die Sicht auf mehr. Unsere Hoffnungen legten wir auf den kommenden Tag, genauso wie unseren Abwasch. Das zu einem Berg angestaute Geschirr stapelte sich bis unter die Decke. Was sollten wir tun?
Unser Wassertank war so trocken wie unser Toastbrot am Morgen. Da uns wieder der Wasserfall ein. mit unserem ganzen Geschirr machten wir uns auf den Weg, dem Rauschen entgegen. Das Wasser war klar und unsere Teller wuschen sich wie von alleine; in der Spülmaschine der Ranger
Die Sehnsucht nach Sommer, Sonne, Strand und Meer
führten uns nach Jervis Beer äh Bay.
An einem kleinen Park am Strand, machten wir halt und wollten gerade unsere Sachen auspacken, als plötzlich ein zweiter Campervan aus der Dunkelheit auftauchte. Heraus kamen drei Franzosen, besser gesagt ein Franzose und zwei Französinnen; Jos, Lollita und Luise. Wir aßen mit ihnen zu Abend und unterhielten uns bis tief in die Nacht hinein. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von ihnen und machten uns auf, Jervis Bay zu erkunden. In Callala Bay verbrachten wir unsere zweite Nacht.
Wie (fast) jeden Morgen, begannen wir auch den 7. November mit ein wenig Sport. Andy und Michi joggten in die Stadt und zurück, als sie kurz vor unserem Parkplatz ein "Jesus. All about life!" – Schild am Gartenzaun eines der Häuser sahen und da wir am Sonntag in den Gottesdienst wollten, sprachen wir den Hausbesitzer an. Einen Augenblick später standen wir mit unserem Van im Garten von Lea, Hilton und Pumpkin dem Hund. Und einen zweiten Augenblick später saßen wir mit ihnen schon beim BBQ. Aus einem Tag wurden dann auch ganz schnell drei. Das künstlerische Paar nahm uns auf, wie ihre eigenen Kinder und wir fühlten uns in dem selbstgebauten kanadischen Holzhaus fast wie zu Hause. Nachdem sie uns am Sonntag mit in ihren Gottesdienst nahmen, zeigte uns Hilton am Montag die Küste von Beercroft Peninsula.
Leider konnten wir diesmal kein Lied unterspielen, weil uns eine Saite auf der Gitarre gerissen ist. Oder es könnte auch sein, dass YouTube das Lied stummgeschalten hat, weil es keine Lizenzrechte dafür hat
Nevertheless, ENJOY IT!
Und weiter geht’s Richtung Ulladulla bis wir am 19. November unsere Farmarbeit in Cooma antreten.